Jan Banning: Versöhnung in Ruanda

Ist eine Versöhnung zwischen den Völkern möglich? Angesicht unserer von Kriegen geprägten Zeit, ist dies eine Frage, die aktuell sehr viele Menschen überall auf der Welt bewegt. Das kleine zentralafrikanische Land Ruanda zeigt, wie eine allmähliche Annäherung zwischen Tätern und Opfern eines zurückliegenden Konflikts stattfinden kann. Im April 1994 wurde Ruanda Schauplatz eines Völkermordes, von dem sich das Land bis heute noch nicht erholt hat. Innerhalb von 100 Tagen ermordeten Angehörige der Volksgruppe Hutu mehr als 800000 Menschen, die meisten unter ihnen Angehörige der Tutsi-Minderheit.

Im Frühjahr 2024, dreißig Jahren nach den Gräueltaten, bereisten der Fotograf Jan Banning und der Autor Dick Wittenberg gemeinsam das Land und trafen Menschen, die sich lange Zeit als Opfer und Täter gegenüberstanden und es dann geschafft haben, aufeinander zuzugehen. Möglich wurde dies durch das Therapieprogramm „Heal me, I heal you“ der Organisation „CBS Rwanda“, das seit 2005 besteht. Die einfühlsamen Porträts von Jan Banning werden begleitet von Auszügen aus Gesprächen, die Dick Wittenberg mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Programms geführt hat. 

Informationen zur Ausstellung erhalten Sie auf Anfrage.

Erste Ausstellungsstation: 

Photoville New York: 2. bis 22. Juni 2025

Festival "Cortona on the Move" in Cortona: 14. Juli bis 31. Oktober 2025

Fotos © Jan Banning